Schulterschmerzen treten in der Regel in und um den Schultergelenken herum auf. In manchen Fällen sind Schulterschmerzen schwer von Nackenschmerzen zu unterscheiden. Die Schultern, die die Arme mit dem Körper (Torso) verbinden, sind die am bewegungsfähigsten Gelenke des Körpers. Dieser besonders hohe Grad an Bewegungsfähigkeit macht die Schultergelenke relativ unstabil. Schulterschmerzen sind häufig das Resultat von Verletzungen in der Schulter, die die Schulterstruktur betreffen (z.B. Bänder, Sehnen, Muskeln, Knochen).
Schätzungsweise 3-4 Millionen Menschen in Deutschland lassen sich jedes Jahr wegen Schulterschmerz behandeln. Aufgrund von Altersproblemen und Verschleiß steigt das Auftreten von Schulterschmerzen mit dem Alter. Einige spezielle Schulterprobleme treten hauptsächlich bei Menschen über 60 auf, so z.B. Probleme mit der Rotatorenmanschette.
Anatomie der Schulter
Schultern bestehen aus Knochen, Knorpeln, Muskeln, Bändern und Sehnen. Der obere Armknochen (Humerus), das Schlüsselbein (Clavicula) und das Schulterblatt (Scapula) werden durch Bänder (Schulterbänder) zusammengehalten und ergeben zusammen das Schultergelenk. Es gibt zwei Gelenke in der Schulter: ein flexibles Kugelgelenk, gebildet aus dem Schulterblatt und dem Humerus-Kopf. Durch dieses Gelenk kann der Arm vor- und zurück bewegt werden und im Kreis; das andere Gelenk ist das „kleine Schultergelenk“, oder Akromioklavikulargelenk, ein gleitendes Gelenk, welches sich aus einem Teil des Schulterblatts, der sog. Schulterhöhe, und dem Schlüsselbein bildet.
Gelenkknorpel polstern, schützen und stabilisieren das Schultergelenk, und sackartige Strukturen, die Schleimbeutel, befinden sich innerhalb des Gelenks. Diese Schleimbeutel enthalten Gelenkflüssigkeit, welches das Gelenk schmiert und Reibung zwischen Knochen, Muskeln, Sehnen und Bändern minimiert.
Schulterknochen sind mit den umliegenden Muskeln durch Sehnen verbunden - die Rotatorenmanschette z.B. ist eine Gruppe von vier Sehnen, die die Muskeln des Schulterblatts kontrolliert und der Schulter erlaubt, sich zu drehen und zu heben. Sollten diese Sehnen entzündet sein, können starke Schulterschmerzen auftreten. Auch Arthrose, Schleimbeutelentzündung und Schulterverletzungen können die Ursache von Schulterschmerzen sein.
Schulterschmerzen treten von kaum spürbaren, über milden bis hin zu sehr starken Schmerzen auf. Je nach Schmerzursache gibt es noch zusätzliche Anzeichen, die auf Schulterprobleme schließen könnten:
In einigen Fällen kann es schwer sein, Schulterschmerzen von Nackenschmerzen zu unterscheiden, da die Schmerzen und Symptome ähnlich sein können. Wenn z.B. der Schmerz in andere Körperregionen wie den Arm oder die Hand ausstrahlt, kann ein eingeklemmter Nerv in der Schulter dafür die Ursache sein.
Die hauptsächlichen Risikofaktoren für Schulterschmerzen sind Alter, Überbelastung (auch durch zu viel Sport) und Verschleiß, denn das Risiko für Verletzungen in der Schulter steigt, je älter man wird.
Arthritis und Arthrose, Schleimbeutelentzündung in der Schulter und Sehnenentzündungen sind häufig vorkommende Ursachen für Schmerzen in der Schulter. Auch körperlich anstrengende Arbeit und Sportübungen können der Auslöser für Schulterschmerz sein, da dies zu Verletzungen in der Schulter führen kann. Weitere Risikofaktoren sind:
Eine weitere unangenehme Ursache für Schulterschmerzen kann die sog. adhäsive Kapselentzündung sein, bei der die Bewegungsfähigkeit der Schulter sehr eingeschränkt ist. Dieses Problem tritt eher bei Frauen in den 40er und 50er Jahren auf, die schon andere Schulterbeschwerden in der Vergangenheit hatten und die an chronischen Krankheiten wie z.B. Diabetes leiden.
Schulterschmerzen – Diagnose, Behandlung, Vorsorge ![]()
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