SCHULTERSCHMERZEN – Diagnose, Behandlung, Vorsorge

Schulterschmerzen – Diagnose

Um Schulterbeschwerden genau zu diagnostizieren, muss man sich einer eingehenden Untersuchung der Schulter unterziehen.

Die Betrachtung der medizinischen Krankengeschichte spielt hierbei ein wichtige Rolle – hierbei geht man auf Verletzungen und Krankheiten in der Vergangenheit und insbesondere auf die Familiengeschichte ein, um vererbte Krankheiten, wie z.B. Arthrose, aufzuspüren. Desweiteren wird während der ärztlichen Untersuchung der Schmerzpunkt genau lokalisiert und festgestellt, in welchem Ausmaß die Schulter noch beweglich ist.

Ultraschalltests, Röntgentests oder Magnetresonanztests werden dann durchgezogen, wenn man Knochenbrüche, Verformungen oder Arthrose vermutet. In einigen Fällen werden dabei Kontrastlösungen in das Schultergelenk injiziert, welche nach den Tests sichtbar werden. En solches Arthrogramm kann strukturelle Probleme (z.B. Risse) in den Sehnen und Muskeln aufdecken.

Ultraschall- und Magnetresonanztests sind sehr aufschlussreich wenn es um die Aufdeckung von Bänder-, Muskel- oder Sehnenverletzungen (z.B. teilweiser oder kompletter Riss in der Rotatorenmanschette) in der Schulter geht und versorgen den Arzt und den Patienten mit akkurater Information über die Schulterstruktur. Ultraschall verwendet Hochfrequenz-Schallwellen zur Abbildung von Körperstrukturen; Magnetresonanzabbildung verwendet elektromagnetische Energie zur Darstellung von multidimensionalen, hochdetaillierten Bildern.

Weitere Tests, die zur Bestimmung der Ursache von Schulterschmerzen in Erwägung gezogen werden können, sind Bluttests oder Gelenkpunktionen (bei einer Gelenkpunktion wird dem Schultergelenk Gelenkflüssigkeit entzogen, um einige Formen von Arthritis zu diagnostizieren).

Schulterschmerzen – Was tun?

Die Behandlung von Schulterschmerzen hängt von der eigentlichen Ursache der Schmerzen ab.

Schmerzen, die aus Überbelastung, Verstauchungen oder Zerrungen resultieren, werden „konservativ“ behandelt, d.h. mit Bettruhe, Eis- oder Hitzebehandlungen sowie Kompressen (z.B. elastisches Stützband). In diesen Fällen ist es wichtig, der Schulter genügend Ruhe (mindestens 48 Stunden) zu geben, und sämtliche Aktivitäten, die den Schmerz verstärken oder Druck auf die Schulter ausüben könnten, zu vermeiden.

Eine weitere konservative Behandlungsmöglichkeit zur Reduzierung von Schulterschmerzen ist die Behandlung mit Akupressur-Massagen, wodurch eine dauerhaft verbesserte Durchblutung der Gelenke und Muskulatur erreicht werden kann.

Entzündungshemmende, rezeptfreie Medikamente (z.B. Ibuprofen, Aspirin) können zur Schmerzbehandlung eingesetzt werden, sollten allerdings nicht länger als 7 Tage ohne Konsultieren eines Arztes eingenommen werden.

Verschreibungspflichtige Medikamente wie z.B. Antibiotika werden zur Behandlung von Schultergelenkschmerzen eingesetzt, die aus einer Entzündung resultieren (z.B. septische Schleimbeutelentzündung). Cortisonspritzen direkt in die Schulter werden zur Behandlung von Sehnenentzündungen eingesetzt – allerdings können regelmäßige Cortisonbehandlungen das Gewebe und die Struktur des Schultergelenks beschädigen.

Brüche und ein ausgekugeltes Schultergelenk erfordern die Fixierung bzw. Immobilisierung der Schulter – hierzu wird zumeist eine Schlinge verwendet (in schlimmeren Fällen auch ein Gips), so dass die Schulter über einige Wochen oder Monate nicht bewegt werden kann.

Eine Schulteroperation wird dann notwendig, wenn ernsthafte Schulterverletzungen diagnostiziert wurden, wie z.B. Brüche, Sehnen- und Bänderrisse etc., wobei dies als offene Operation (erfordert einen größeren Schnitt), oder als arthroskopischer Eingriff (Wikipedia: Arthroskopie) durchgeführt werden kann. Eine Schulteroperation erfordert in der Regel umfangreiche Rehabilitations-Maßnahmen zur Wiedererlangung von Bewegungs- und Belastungsfähigkeit.

Das Einsetzen eines künstlichen Schultergelenks ist bei starken Formen von Schultergelenkverschleiss und Arthrose oftmals die letzte Möglichkeit zur Behebung von Schulterschmerzen. Hierbei wird die Schulterpfanne und der Oberarmkopf mit einem künstlichen Gelenk, einer Schulterendoprothese, ersetzt, welches aus Metallegierungen und Kunststoffpolymeren besteht. Nach einem solchen Eingriff sollte recht schnell mit passiven Bewegungsübungen begonnen werden, und ca. 3 bis 6 Wochen nach dem Eingriff kann der Patient mit Stretch- und Dehnübungen zur Stärkung der Muskulatur in der Schulter beginnen.

Schulterschmerzen – Vorsorge, Vorbeugung, Vermeideung

Schulterschmerzen können nicht in jedem Fall vorgebeugt werden – es ist jedoch immer sinnvoll, eine Überbelastung der Schulter zu vermeiden sowie Aktivitäten zu meiden, bei denen die Schulter sehr beansprucht wird oder Druck auf die Schultergelenke ausgeübt wird.

Man sollte auch immer auf seine Körperhaltung achten, und vor Sport- und Fitnessübungen sich immer gut aufwärmen und dehnen. Übungen zur Stärkung der Schultermuskulatur eignen sich ebenfalls zur Vermeidung von Schulterschmerzen.



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