Rückenschmerz kann konstant auftreten, oder immer mal wieder, wobei die Intensität von einem leichten, kaum spürbaren Schmerz, bis hin brennenden, kaum auszuhaltenden stechenden Schmerzen reicht. Der Schmerz mag über Nacht kommen, ohne „Vorwarnung“, oder schleichend mit der Zeit immer mehr werdend. In der Regel vergehen die Schmerzen nach ein paar Tagen oder Wochen ohne Behandlung. Es gibt jedoch leider genügend Menschen, die monatelang, oder jahrelang unter den Rückenschmerzen und Nackenschmerzen zu leiden haben.
Starke Rückenschmerzen, die mehrere Tage andauern und sich nicht verbessern, sollten medizinisch untersucht werden. Dazu gehören auch Probleme beim Urinieren, Taubheitsgefühle im Rücken, Stechen in den Beinen oder unsicheres, schmerzhaftes Laufen.
Lokaler Rückenschmerz wird zumeist als brennender, pochender oder pulsierender Schmerz beschrieben. Der Schmerz mag schlimmer werden, sobald man sich beugt, sitzt, läuft oder zu lange in ein und der selben Position steht, und er verändert sich in Intensität, sofern man lange gelegen hat (z.B. morgens nach dem Aufstehen).
Eingeklemmte Nerven verursachen Taubheitsgefühle oder Kribbeln, Wärme- oder Kälteschauer, sowie brennende oder stechende Schmerzen anfangend im Rücken, bis hinunter in das Bein (z.B. eingeklemmter Ischiasnerv) oder den Arm. Husten, Schneuzen oder Laufen können den Druck auf den Nerv versteigern und die Rückenschmerzen verschlimmern.
Woher Nackenschmerzen und Rückenschmerzen kommen, kann man zu Beginn der Schmerzen nicht genau sagen, denn diese können viele Ursachen haben, von einer Verletzung, über eine Entzündung bis zu einfach nur einer falschen Drehung. Auch kleinere Verletzungen, beim Sport und im Haus, können Muskeln, Wirbelsäule, Gelenke und Sehnen im Rücken beschädigen und daher Rückenbeschwerden verursachen.
Übermäßige Belastung des Rückens sowie zu geringe Auslastung des Rückens gehören zu den häufigsten Ursachen von Rückenschmerzen, da beides zu Muskelverspannung in mit der Wirbelsäule verbundenen Muskeln im Rücken führt. Dies kann zu Schwellungen und Entzündungen in der Rückenmuskulatur und in den Gelenken führen, besonders im Halswirbel- und Lendenwirbelbereich.
Der Hals- und Lendenwirbelbereich der Wirbelsäule ist deswegen besonders für Probleme anfällig, da hier die meiste Flexibilität herrscht und die Bandscheiben der Abnutzung ausgesetzt sind. Dies kann zu einem Bandscheibenvorfall führen – bei einem Bandscheibenvorfall kommt es durch Abnutzung und Überbelastung zu kleinen Rissen auf der elastischen Schutzschicht um die Bandscheibe herum (Faserknorpelring), wodurch ein Teil des Innenmaterials der Bandscheibe (Nuclear Pulposus) in den Wirbelkanal gelangt. Äußerst schmerzhafte Nervenquetschungen sind die Folge, so dass eine Bandscheibenoperation gegebenenfalls notwendig wird. 90% aller Bandscheibenvorfälle geschehen im unteren Lendenwirbelbereich.
Bei einer Spinalkanalstenose (Wirbelsäulenverrenkung bzw. Wirbelsäulenluxation) verengt sich die Wirbelsäule aufgrund von Entzündung, Tumoren, Verletzung, Bandscheibenvorfällen, Arthritis oder Sehnenverdickung, was zu sehr schmerzhaften Rückenschmerzen führen kann. Spinalkanalstenose kommt insbesondere bei älteren Menschen mit verkümmerten Wirbelknochen vor.
Ischias: Dieses schmerzhafte Rückenleiden wird durch eine Entzündung des Ischiasnerv verursacht. Der Ischiasnerv (auch Hüftnerv genannt) ist ein Nerv des Lenden-Kreuz-Geflechts, welcher bei Dehnung (z.B. gestrecktes Knie, gebeugte Hüfte) Kreuzschmerzen und Lendenschmerzen bis zur Hinterseite der Beine verursachen kann. Auch in Verbindung mit einem Bandscheibenvorfall kann es zu Schädigungen des Ischianerv kommen, was man als Ischialgie bezeichnet.
Entzündungen in den Rückenwirbeln (z.B. Knochenmarkentzündung), in den Bandscheiben, in der Hirnhaut oder in der Gehirn-Rückenmark-Flüssigkeit sind möglicherweise der Auslöser für Quetschungen des Rückenmarks, was zu ernsthaften neurologischen Problemen und natürlich zu starken Rückenschmerzen führen kann.
Gelenk- oder Knochenkrankheiten wie Osteoporose, Arthrose, Morbus Bechterew oder Entzündungen oder Verformungen in der Wirbelsäule (z.B. Genickstarre bzw. zerebrospinale Meningitis) verursachen Nervenquetschungen und Rückenschmerzen.
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