RÜCKENSCHMERZEN – Definiton, Risikofaktoren

Rückenschmerzen – Definition

Rückenschmerzen, speziell im unteren Rückenbereich, und auch Nackenschmerzen ist eines der am meist verbreiteten Gesundheitsprobleme bei Erwachsenen. Glücklicherweise sind die meisten Schmerzen im Rücken- und Nackenbereich nur temporär – diese resultieren normalerweise aus kurzfristigen Verspannungen der Muskeln und Sehnen der Wirbelsäule, und relativ gesehen seltener aus ernsthaften Verletzungen oder Problemen wie Nervenverletzungen oder Nierenkrankheiten.

In Europa leiden schätzungsweise 80% aller Menschen über 50 an Rückenschmerzen. Es ist die am zweithäufigsten vorkommende, krankheitsbezogene Ursache für Fehlen am Arbeitsplatz, und Arbeitsplatz-bezogene Rückenschmerzen ist die am häufigsten vorkommende Ursache für Berufsunfähigkeit.


Anatomie des Rückens

Der menschliche Rücken ist eine komplexe Struktur aus Knochen, Bändern, Sehnen, Muskeln und Nerven. Das Rückgrat besteht aus 33 Knochensegmenten, den Rückenwirbeln bzw. Wirbelknochen:

  • 7 Halswirbel
  • 12 Brustwirbel
  • 5 Lendenwirbel
  • 5 Sakralwirbel (Kreuzbein)
  • 4-5 Wirbelknochen des Steißbeins

Das Rückenmark ist die Verlängerung des Gehirns, welches durch den Wirbelkanal bzw. Spinalkanal innerhalb der Wirbelsäule fließt. Die Hirnhaut, die Gehirn-Rückenmarksflüssigkeit sowie ein Netzwerk an Venen und Arterien umschließen, nähren und schützen das Rückenmark. 31 Nervenstränge führen vom Rückenmark zu den Rückenwirbelknochen und kontrollieren die sensorischen und motorischen Körperaktivitäten.

Rückenschmerzen – Risikofaktoren

Vor allem ältere Menschen haben bezogen auf Verschleißerscheinungen oftmals mit Problemen im Rücken und in der Wirbelsäule zu kämpfen (z.B. Bandscheibenprobleme, Wirbelsäulenverengung). Zudem erhöht eine frühere Rückenverletzung das Risiko von Rückenschmerzen oder Nackenschmerzen.

  • Körperlich anstrengende Arbeit, bei der wiederholt Sachen gehoben werden müssen und man sich ständig beugt (z.B. Bauarbeiter), sind besonders anfällig für Rückenschmerzen oder sogar Rückenverletzungen. Aber auch Menschen an Arbeitsplätzen, bei denen man lange stehen muss ohne Pausen (z.B. Friseur), oder auch lange sitzen muss (z.B. Bürojob), unterliegen einem sehr hohen Risiko an Rückenschmerzen zu leiden.
  • Menschen, die sich selten oder nie bewegen und keinen körperlichen Tätigkeiten nachgehen, und auch übergewichtige Leute erhöhen die Belastung auf den unteren Rückenbereich und somit das Risiko für Schmerzen im Rücken.
  • Weitere Risikofaktoren: Schlechte, nicht aufrechte Haltung beim Sitzen und Stehen; krummer Rücken beim Autofahren; schlechte Körpermechanik beim Heben und Tragen von schweren Gegenständen; Schlafen auf zu weichen Matratzen; Sportarten, bei denen der Rücken gebeugt wird (z.B. Golf).

 

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