Erschienen auf prcenter.de – Medizin & Gesundheit – 20.08.2008
(prcenter.de) - Pressemitteilung von der Deutschen Gesellschaft für Mesotherapie - Von Dr. med. Britta Knoll
Solange es Menschen gibt, ist die Behandlung von Schmerzen ein immerwährendes Thema. Im Mittelalter musste man sich noch mit rabiaten Methoden wie dem kurzen Verbrennungsschmerz, der langfristig den ursprünglichen Schmerz bannen sollte und lebensgefährlichen Kräuterrezepturen aus Mohn, Mandragora-Wurzel und Bilsenkraut behelfen. Seit der Erfindung des Aspirins und der Entwicklung moderner pharmakologischer Wirkstoffe verloren Operationen ihren Schrecken und jeder Schmerz schien besiegbar. Doch dass dem leider nicht so ist, mussten die ärztlichen Schmerz-Fachgesellschaften auf ihrer aktuellen Jahrestagung zugeben.
Knochen- und Gelenkerkrankungen sind weltweit die Hauptursache für lang andauernde Schmerzen mit körperlichen wie auch seelischen Beeinträchtigungen. 30 Millionen Bundesbürger sind bereits jetzt von behandlungsbedürftigen Muskel- und Skeletterkrankungen betroffen. Die zunehmende Lebenserwartung, die Bewegungslosigkeit und die Tendenz zum Übergewicht in unseren hochentwickelten Zivilisationen wird mit Sicherheit zu einer weiteren Steigerung beitragen. 1,4 Millionen Patienten erhielten ärztliche Schmerzbehandlungen im Jahr 2005, das ist ein Anstieg von 40% in 10 Jahren. Die als ultima ratio vorgenommenen Gelenkersatz-Operationen erreichten 2007 die sagenhafte Zahl von 360.000, Bandscheibenoperationen über 100.000. Das erklärt zwanglos, warum die Kosten in diesem Bereich bereits jetzt nicht mehr tragbar sind: 25 Milliarden Euro allein für die Behandlung degenerativer Muskel-Skelett-Erkrankungen, das sind 16 % der Gesamtausgaben und 1,7% des deutschen Bruttosozialproduktes. Der Produktionsausfall, d.h. die schmerzbedingten Folgekosten, werden jährlich auf 100 Milliarden Euro geschätzt.
Fazit: Rückenschmerzen sind die teuerste Erkrankung in den Industriestaaten. Und ausgerechnet in dieser prekären Situation muss die Ärzteschaft ihr bisher gültiges Denkschema, das dreistufige WHO-Stufenprogramm zur Schmerztherapie, über Bord werfen. Zu viele Nebenwirkungen und zum Teil bedrohliche Komplikationen haben die entzündungshemmenden Schmerzmittel der Stufe 1 in Verruf gebracht. Auch hat man erkannt, dass das Vorgehen individuell erfolgen muss und nicht nach einem feststehenden Schema. Nicht nur die Besonderheiten des jeweiligen Patienten sind zu berücksichtigen, sondern auch der Schmerz muss gründlich nach seiner Ursache und Herkunft analysiert werden: liegt eine Entzündung, eine Verkrampfung oder ein Nervenschmerz vor? Welche Körperstrukturen genau sind betroffen? Wie kann ich durch eine intelligente Kombination verschiedener Wirkprinzipien zu einer Heilung oder doch zumindest zu einer anhaltenden Besserung gelangen?
Genau diese Vorgehensweise hat sich im Bereich der naturheilkundlichen Therapien schon seit vielen Jahren bewährt. So wird z.B. in der Mesotherapie die Wirkung der Akupunktur-Nadel durch das Hinzunehmen passender niedrigdosierter Arznei-Wirkstoffe deutlich verstärkt. Die Auswahl erfolgt für jeden Patienten entsprechend seiner Symptomatik: ist das Gewebe am Erkrankungsort kalt und die Schmerzen chronisch, braucht man ein Durchblutungsmittel, das so richtig einheizt. Handelt es sich um Verspannungen der Muskulatur, wie so häufig bei Büro- und Computerjobs, braucht man ein Muskelrelaxans; bei Stress Magnesium, bei Arthrose Calcitonin, das nachweislich im Gelenk den Knorpelschaden reparieren hilft. Nervenschmerzen brauchen u.a. B-Vitamine und etwas mehr Geduld. Bei akuten Entzündungen können die Antirheumatika dank Mesotherapie und tropfenweiser Dosierung völlig ungefährlich am Ort der Erkrankung über die Haut eingebracht werden, um wie die anderen Wirkstoffe auch, gezielt an den Ort des Übels zu gelangen. Die Schmerzlinderung wird manchmal in wenigen Minuten wahrgenommen, zur offensichtlichen Überraschung des Patienten (und manchmal auch des Arztes). Oft genügen dank der Speicherfunktion der Haut 1-2 Behandlungen mit einer Woche Abstand, um ein lang anhaltendes Ergebnis zu erzielen. Auch homöopathische und pflanzliche Arzneien können dazu kombiniert werden, um einen ganzheitlichen Effekt zu erreichen.
Dank der erfolgreichen Doppelstrategie und der Schmerzlosigkeit der Mikroinjektionen wird die Mesotherapie von meinen Patienten gern angenommen und immer häufiger nachgefragt. Viele sind ja für jede Tablette dankbar, die sie nicht einnehmen müssen. Die kurze Behandlungszeit, die gute Verträglichkeit und die geringen Kosten des Therapieverfahrens (in der Schmerztherapie ca. 20 Euro pro Sitzung für Selbstzahler) sind weitere durchschlagende Argumente, die jeder Betroffene leicht nachvollziehen kann. Und so kommt es, dass sich seit 20 Jahren täglich in meiner Praxis ein Dutzend Schmerzgeplagte einfinden: die junge Mutter mit fünf kleinen Kindern und einem „kaputten“ Rücken ebenso wie der Sportkletterer mit dem Handgelenkproblem, die älteren Damen mit den dicken Fingergelenken, die nicht einmal mehr eine Kaffeetasse halten können, die Powerfrau mit dem hartnäckigen Spannungskopfschmerz oder der entnervte Herr mit der erfolglos vorbehandelten Gürtelrose-Neuralgie. Und – darauf bin ich stolz – in meiner Praxis gibt es kein Cortison, keine überflüssige Chemie und so gut wie keine Schmerzmittel-Verordnungen. Es wird in jedem Einzelfall abgewogen, ob die Mesotherapie notwendig und auch wirklich die beste Behandlungsoption ist. Wenn ja, dann muss ich sie auch empfehlen. Und ganz nebenbei sparen meine Patienten und ich den Krankenkassen und dem ganzen System sehr viel Geld, und das ganz sicher nicht auf Kosten der Gesundheit…
Und nachdem inzwischen über 650 Ärzte und Heilpraktiker mit langer Berufserfahrung in Deutschland die alternative Mesotherapie regelmäßig einsetzen, kommt da einiges zusammen: an Nutzen für die Patienten und an erheblichen Einsparungen im Gesundheitssystem. In Frankreich, dem Mutterland der Mesotherapie, wird die populäre Methode universitär gelehrt und von den Krankenkassen bezahlt. Von daher gesehen kann es in der Schmerztherapie nur besser werden: ganzheitlich, individuell und gezielt, nach dem Motto des Erfinders der Mesotherapie, Dr. Michel Pistor: Arzneimittel ja – aber nur „wenig – selten – und am richtigen Ort“. Wenn Sie mehr über dieses Thema wissen möchten, hier sind die Kontaktadressen: Deutsche Gesellschaft für Mesotherapie DGM, Tel. 089-44717288 und im Internet unter www.mesotherapie.org Oder senden Sie eine eMail an info@mesotherapie.org
Angaben zum Autor:
Pressekontakt:
Deutsche Gesellschaft für Mesotherapie
Presse-/Öffentlickeitsarbeit
Michael Schnickel
mc.schnickel@arcor.de
Tel. 0911-5861070
Fax. 0911-5861080
Mathildenstraße 40a
D-90489 Nürnberg
Deutsche Gesellschaft für Mesotherapie – Gemeinnütziger Verein zur Erforschung, Förderung und Verbreitung der alternativen Mesotherapie-Methode. 1954 wurde sie von dem französischen Arzt Dr. Michel Pistor erfunden, schlägt die Brücke zwischen Naturheilkunde und Schulmedizin und ist eine Mischung aus Akupunktur, Neuraltherapie und lokalisierter Medikamentengabe. Diese wird im low-dose-Bereich mittels Mikroinjektionen über die Haut direkt am Ort der Erkrankung verabreicht. Auch in Deutschland hat sich die nebenwirkungsfreie, ganzheitliche Behandlungsmethode primär bei chronischen Schmerzsymptomen des gesamten Bewegungsapparates bewährt, speziell bei schulmedizinisch „ausbehandelten“ Fällen. Darüber hinaus wird die Mesotherapie erfolgreich bei Indikationen im urologischen, gynäkologischen, dermatologischen und HNO-Bereich angewendet und ebenso bei Sportverletzungen, Haarausfall, Raucherentwöhnung, Allergie- und Immunproblemen sowie in der ästhetischen Medizin zur Hautverjüngung.
Quelle: http://www.prcenter.de/Umdenken-im-Schmerzmanagement.26462.html
Sie befinden sich hier: Schmerzen Forum Startseite > Artikel zum Thema Schmerzen und Schmerzbehandlung > Umdenken im Schmerzmanagement
Home | Kontakt | Impressum / Haftung / Datenschutz | Partnerseiten | Artikel zum Thema
Copyright © 2008-2012 Schmerzen-Forum.de All rights reserved worldwide.
Haftungsausschluss: Alle Informationen auf Schmerzen-Forum.de dienen lediglich zu Informationszwecken und ersetzen auf keinen Fall den medizinischen Rat Ihres Arztes. Schmerzen-Forum.de haftet nicht und ist nicht verantwortlich für jegliche Diagnosen, die, basierend auf dem Inhalt unserer Webseite, von Nutzern der Webseite möglicherweise erstellt wurden. Schmerzen-Forum haftet außerdem nicht für den Inhalt jeglicher Webseiten, welche auf unseren Seiten aufgelistet sind, und ist auch nicht verantwortlich für die Wirksamkeit der auf diesen externen Webseiten aufgeführten Produkte. In jedem Fall sollten Sie auch Ihren Arzt besuchen, wenn es um Gesundheitsfragen geht.